Ziel ist der Umbau des Mittelbahnsteigs zu zwei barrierefreien Außenbahnsteigen mit stufenfreiem Einstieg in die S-Bahnen sowie der Neubau der Personenunterführung. Die wesentliche Änderung der vorgelegten Entwurfsplanung gegenüber der Vorentwurfsplanung betrifft die barrierefreien Rampenanlagen. Auf der Südseite Richtung Schwalbacher Straße war eine Verlängerung der Rampenanlage notwendig, um die Höhendifferenz zwischen Personenunterführung und Bahnhofsvorplatz zu überbrücken. Des Weiteren ist durch die Neuanordnung des Rampenzugangs auf dem Bahnhofsvorplatz die Treppenanlage von einer Viertelkreis-Treppe zu einer Halbkreis-Treppe umgeplant worden. Die Personenunterführung weist ein lichtes Maß von 4,04 Meter auf. Die Personenunterführung wird nach dem Neubau nicht nur kürzer, sondern damit auch um 1 Meter breiter als heute.
Auch eine vorläufige Kostenberechnung und ein Meilensteinplan wurden dem Stadtparlament vorgelegt. Nach den Angaben der Deutschen Bahn sieht der vorlegte Terminplan mit Stand Juni 2025 den Umbau – vorbehaltlich der erforderlichen Sperrpausengenehmigung – für den Zeitraum von August 2028 bis August 2029 vor. Dies bedeutet eine Verschiebung von etwa 6 Monaten gegenüber dem Stand von 2024. Die Gesamtkosten schätzt die DB nach vorläufigem Stand auf rund 23,1 Millionen Euro. Auf Grundlage der Entwurfsplanung wird in den weiteren Planungsphasen die konkrete Fördermöglichkeit durch das Land Hessen geprüft und die Kostenaufteilung zwischen DB und Stadt Eschborn geklärt.
„Es ist erfreulich, dass die Deutsche Bahn ihre Fortschritte bei der Planung des barrierefreien Umbaus des Bahnhofs vorgelegt hat. Wir hoffen jedoch, dass der von der DB angestrebte Zeit- und Kostenplan auch gehalten werden kann und die benötigten Sperrpausen genehmigt werden. Parallel geht die städtische Planung zum Bahnhofsumfeld ebenfalls voran. Erst letzte Woche haben Vermessungsarbeiten und Kampfmitteluntersuchungen im Bereich des P+R-Parkplatzes stattgefunden. Im nächsten Schritt werden Baugrunduntersuchungen durchgeführt. Im weiteren Verlauf der stadteigenen Planung werden wir unsere stetige Kommunikation und Beteiligungsformate zum Bahnhofsumfeld fortführen“, so Bürgermeister Shaikh.
Die Deutsche Bahn ist als Eigentümerin des Bahnhofs für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs verantwortlich, während das Bahnhofsumfeld einschließlich der Bushaltestellen in der Zuständigkeit der Stadt Eschborn liegt. Der RMV fördert die Planungskosten für beide Maßnahmen.
Alle Informationen zum Bahnhofsprojekt Eschborn Mitte sind unter www.bauprojekte eschborn.de zu finden.
Transporthilfe an den Bahnhöfen
Bereits seit Juli 2023 bietet die Stadt Eschborn eine organisierte Transporthilfe an den Bahnhöfen Eschborn und Niederhöchstadt an. Mit einem Vorlauf von 90 Minuten kann für Reisende mit Rollator, Kinderwagen, Fahrrad oder Koffern telefonisch eine Transporthilfe für den Bahnsteigzugang oder -abgang angefordert werden. Die Rufbereitschaft ist von Montag bis Freitag (außer an Feiertagen) zwischen 10:00 - 18:00 Uhr nutzbar. Der Service ist unter der Durchwahl 0173 66 88 536 oder 0172 66 50 001 erreichbar. Personen, z.B. sitzend in einem Rollstuhl, können nicht transportiert werden.