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Zusammen inklusive Strukturen schaffen

Staatssekretärin Manuela Strube übergibt Förderbescheid für inklusiven Spielplatz an die Stadt Eschborn

Staatssekretärin Manuela Strube hat der Stadt Eschborn am Donnerstag, dem 2. Juli 2026 einen Bescheid über rund 100.000 Euro für die inklusive Umgestaltung des Spielplatzes in der Hanny-Franke-Anlage übergeben. Die Förderung erfolgt als Teil der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Die Summe deckt etwa 70 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben ab. Bürgermeister Adnan Shaikh und Erste Stadträtin Bärbel Grade nahmen den Förderbescheid für die Stadt im Main-Taunus-Kreis entgegen. 
 
„Ich freue mich, dass wir als Landesregierung dazu beitragen können, dass auch Orte für die Kleinsten möglichst ohne Hindernisse und für alle nutzbar werden. Barrierefreiheit sichert gleichberechtigte Teilhabe, die wir auch als zentrales Anliegen in unserem Koalitionsvertrag verankert haben“, sagte Strube.
 
Die Stadt Eschborn gestaltet die Bodenbeläge des Spielplatzes barrierefrei um. Außerdem wurden drei inklusive Spielgeräte angeschafft, die von Kindern mit und ohne Einschränkungen genutzt werden können. „Für viele Kinder ändert sich durch die neuen Spielgeräte nicht viel – für einige machen sie aber einen großen und bedeutenden Unterschied, das fördern und unterstützen wir. Denn wir wollen Barrieren ab- statt aufbauen“, sagte Erste Stadträtin und unter anderem für die Bereiche Inklusion und Kinderbetreuung zuständige Dezernentin Bärbel Grade.
Der Spielplatz schafft einen Ort, an dem Teilhabe nicht erklärt werden muss, sondern selbstverständlich gelebt wird – dort, wo Kinder gemeinsam spielen, Freundschaften schließen und Vielfalt von klein auf erleben.
„Unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben, sollen Kinder Möglichkeiten haben, mit Gleichaltrigen zu spielen und ihre eigenen Stärken zu entdecken. Dafür haben wir mit dem Spielplatzumbau einen sichtbaren und wichtigen Schritt getan“, sagte Bürgermeister Shaikh. 
 
„Die UN-BRK ist und bleibt unsere Leitlinie. Ob inklusive Spielplätze, kommunale Gemeinschaftseinrichtungen oder Verwaltungsgebäude: Auf Grundlage unserer Förderrichtlinie schaffen wir gemeinsam mit den Kommunen inklusive Strukturen. Gerade vor dem Hintergrund unserer alternden Gesellschaft ist Inklusion längst ein gesamtgesellschaftliches Thema. Wir haben eine Menge geschafft, aber es bleibt auch noch viel zu tun. Ich lade alle Menschen in Hessen herzlich ein, sich an diesem Prozess zu beteiligen“, so die Staatssekretärin abschließend.
 
Hintergrund UN-BRK:
Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention-BRK) ist seit dem 26. März 2009 für Deutschland gültig. Die Hessische Landesregierung hat den Prozess zur Umsetzung der BRK von Beginn an nachhaltig unterstützt. Die Bildung einer Stabsstelle im Hessischen Sozialministerium, deren Verstetigung als Referat „Vereinte Nationen Behindertenrechtskonvention“ sowie die gemeinsame, durch das Hessische Sozialministerium und das Hessische Kultusministerium eingerichtete staatliche Anlaufstelle nach Art 33 der BRK sind Deutschlandweit wegweisend und tragen in hohem Maße dazu bei, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Hessen erfolgreich gelingt.